Projektarbeit „Erfolgsfaktoren von Fashion-Online-Shops“, 4. Semester (SS 2011), bei Prof. Dr. Niklas Mahrdt
Im Rahmen der Projektarbeit „Erfolgsfaktoren von Fashion-Online-Shops“, die im 4. Semester (SS 2011) unter der Leitung von Prof. Dr. Niklas Mahrdt durchgeführt wurde, wurden die Präsenzen von Fashion-Online-Shops auf verschiedenen Social-Media-Plattformen (Facebook, Twitter und Youtube) sowie deren Auftritt im Bereich Mobile (Smartphones und Tablet-PCs) untersucht.
Bei der Untersuchung sollte insbesondere herausgefunden werden, wie sehr sich die Shop-Betreiber (Stichprobe mit insgesamt 121 Unternehmen) auf die verschiedenen Kommunikationskanäle eingestellt haben und inwieweit sie, unter verschiedenen Gesichtspunkten, ihren Auftritt optimiert haben.
Zu den zu untersuchenden Kriterien zählten u.a. die Usability der Plattform, die Benutzeroberfläche im Gesamten, gekennzeichnet durch Schrift, Farbe, Formen, besondere Hervorhebungen etc. Ziel der Erhebung war es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob die Produkte in den Fashion-Shops bestmöglich dargestellt werden, ob der Verbraucher schnell zu den Informationen gelangen kann, die er beim Kauf der Ware benötigt und ob die gesamte Kaufabwicklung in wenigen Schritten zu bewerkstelligen ist.
Besonderes Augenmerk wurde auch darauf gelegt, welche Unterhaltungs- und Interaktionsmöglichkeiten in mobilen Shop-Anwendungen für den Kunden angeboten werden. Zu Erhebungszwecken hat sich deshalb eine Studentin der Projektgruppe für die Untersuchung ein iPad aus dem Medienzentrum der RFH ausgeliehen und mit diesem gearbeitet. Durch konkretes Austesten von Use-Cases sollte erforscht werden, ob sich die Shop-Betreiber bereits auf die Gruppen der mobilen "Early Adoptors/Early-Majority" eingestellt haben und ob ihr Betriebssystem den technologischen Herausforderungen gewachsen ist. Des Weiteren galt es, gerade hier die Usability der Shop-Anwendungen zu prüfen, da die Benutzeroberfläche für ein iPad anders gestaltet sein sollte, als die eines herkömmlichen Online-Shops.
Die Untersuchung ergab, dass leider noch nicht allzu viele Shops ihr Betriebssystem der neuen Hardwaretechnologie angepasst oder eine Applikation speziell für das iPad herausgegeben haben. Hingegen hat sich das iPad als multikompatibel erwiesen und gezeigt, dass man über den Safari-Browser dennoch alle Online-Shops öffnen kann. Wie benutzerfreundlich die mobilen Browser für den Endverbraucher sind, entscheidet letztlich die Masse der UserInnen. In unserer Untersuchung galten die nicht angepassten Benutzeroberflächen allerdings als eher schlecht und erzielten deshalb einen nur niedrigen Score in der Gesamtbewertung.
Wenn die Shops, wie bspw. Gucci, Hugo Boss oder Herrenausstatter.de, sogar eine iPad-Anwendung angeboten haben, dann ermöglichten diese in der Regel besondere Interaktionsmöglichkeiten, wie einen Virtual Dressing-Room oder einen Geschenkegenerator.
Abschließendes Fazit der Untersuchung mit dem iPad ist jedenfalls, dass der Spaßfaktor bei der Bedienung des iPads nicht ausblieb. Selbst die Studentin, die vorher nahezu keinerlei Erfahrungen mit mobilen Apple-Produkten hatte, war von der kinderleichten Bedienung schnell überzeugt und auch begeistert. Die Möglichkeit, sich sämtliche Applikationen herunterzuladen, das Internet in seiner vollen Vielfalt zu nutzen und das iPad selbst mit einer Leichtigkeit zu bedienen, macht dieses zu einer einzigartigen Technologie. Eine Innovation, die sich sicherlich immer mehr verbreiten wird und auch für Shop-Betreiber immer größere Gewichtung bei der Wahl als Vertriebskanal bekommen sollte.